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Herzlich Willkommen bei der Norddeutschen Arbeitsgemeinschaft Psychodynamische Psychiatrie e.V.

Wir sind eine Gruppe von Mitarbeitenden aus psychiatrischen Kliniken und außerklinischen psychosozialen Diensten, aus der psychiatrisch/psychotherapeutischen Aus- und Weiterbildung sowie von Psychoanalytikern und Psychotherapeuten in freier Praxis. Unser Ziel ist die Förderung und Weiterentwicklung psychodynamisch psychoanalytischer Konzepte und ihre Verbreitung in psychiatrischen Arbeitsfeldern. Dazu gehört die Beschäftigung mit der Entwicklung der Psychoanalyse wie mit der gegenwärtigen Psychiatrie. Dazu gehören auch die Beiträge der verschiedenen Berufsgruppen mit ihren jeweils spezifischen Blickwinkeln und deren Integration in gemeinsame Teamkonzepte. Neben dem Vorstand findet die Arbeit in den Fachausschüssen statt. Wir veranstalten regelmäßige öffentliche und vereinsinterne Tagungen und organisieren Fortbildungsangebote.

Aktuell: Psychodynamik im Lockdown

Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen, liebe Interessierte! 

Im Rahmen unserer vierteiligen Online Veranstaltung „Psychodynamik im Lockdown“ möchte die NAPP – Norddeutsche Arbeitsgemeinschaft psychodynamische Psychiatrie e.V. –  Sie herzlich zu unserer vierten Veranstaltung „Psychodynamik im Lockdown – im ambulanten psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungssetting“ am 22. Januar 2021 von 18.00-20.00 einladen. Eine genauere Beschreibung zum Inhalt und zu den Vortragenden finden Sie weiter unten. Nach dem Vortrag gibt es die Möglichkeit die vorgestellte Thematik vielfältig zu diskutieren. Die Teilnahme ist kostenfrei (wir freuen uns über Spenden).

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, erfolgt die Anmeldung über eine E-Mail an unsere Geschäftsstelle (napp-info@posteo.de). Am Vorabend der Veranstaltung erhalten Sie einen Zoom-Link, mit dem Sie sich dann einloggen können. Verwenden Sie die Zoom-Software zum ersten Mal, wird diese mit Ihrer Einwilligung erst einmal auf das Gerät (Computer, i-Pad, Mobiltelefon) heruntergeladen.

Psychodynamik im Lockdown – im ambulanten psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungssetting
Online: 22.1.2021, 18.00-20.00 Uhr

In der kassenärztlichen Praxis

Welche Auswirkung hatte die Pandemie auf die tägliche Arbeit?

Hat sich „Normalität“ im Verlauf des letzten Jahres geändert und wenn ja, wie hat sich das auf die therapeutische Beziehung ausgewirkt. Corona als Destabilisator, aber auch als Entschuldigung und Entlastung und zur Abwehr sich mit inneren Prozessen zu beschäftigen?

Kurze Fallvignetten sollen das Erleben und Verhalten von Patient:innen und mir in verschieden Settings veranschaulichen: Allgemeine Sprechstunde, ältere Menschen, insbesondere Heimvisiten und Menschen mit geistiger Behinderung.

Dr. med. Tomas Müller-Thomsen: Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Ärztlicher Leiter des MVZ am Hammersteinplatz in Uelzen, psychotherapeutische Praxis in Hamburg.

Im ambulanten psychotherapeutischen Behandlungssetting

Auch in der Pandemie dürfen wir nicht vergessen, dass psychiatrische Patienten mit Diagnosen aus dem Bereich psychotischer Erkrankungen und schweren Persönlichkeitsstörungen ebenso wie psychoneurotische Patienten höchst individuell reagieren (schon gutes Wetter kann manche Menschen in positive Stimmung versetzen, während dagegen andere darunter leiden, dass sich die Mitmenschen freuen und aufleben). Wir müssen deshalb in jedem Fall untersuchen, wie die Coronakrise eine(n) Patient:in betrifft und welche Bewältigungs- bzw. Abwehrmechanismen mobilisiert werden.

Dies vorausgeschickt können wir doch davon ausgehen, dass die gegenwärtige Krise mit der Möglichkeit eines tödlichen Krankheitsverlaufs und der Notwendigkeit eingreifender Isolation eine Bedrohung darstellt, die besondere Herausforderungen darstellt für Menschen, die sich krankheitsbedingt unsicher, eher bedroht als gut aufgehoben, eher isoliert als in sozialer Gemeinschaft verbunden, und beeinträchtigt in ihrer Fähigkeit zu einer guten Selbstwertregulation fühlen.

Ich gehe davon aus, dass in der gegenwärtigen Situation Spaltungs- und Verleugnungsprozesse ein größeres Gewicht bekommen, weil äußere Bedrohung bewusste und unbewusste vergangene Leidenserfahrungen berühren kann und somit archaische Abwehrmechanismen vermehrt zum Einsatz kommen. Innere Prozesse der Selbstberuhigung und die Erfahrung von Schutz in guten Beziehungen stehen dagegen weniger zur Verfügung.

Und wie ist das alles zu denken, wenn wir davon ausgehen, dass wir Behandler es mit ebensolchen Prozessen wie unsere Patienten zu tun bekommen?

Dr. med. Hans Schultze-Jena, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Psychoanalytiker. Niedergelassen in einer Praxisgemeinschaft im Michael-Balint-Institut in Hamburg.

Spenden unter: NAPP e.V.
Postbank: IBAN: DE51 2001 0020 0560 9242 07, BLZ: PBNKDEFF


Supervisionstage 2020 am 25.1., 20.6. und 24.10. jeweils von 10.00 – 16.00 Uhr

Die NAPP-Supervisionstage unter der Leitung von Herrn Dr. Theo Piegler sind ein kontinuierliches Forum der Begegnung und Fortbildung von NAPP-Mitgliedern. „Neue“ sind willkommen!

Jeder Teilnehmende entscheidet sich für jede Veranstaltung neu.
Es besteht keine Verpflichtung über diesen einen Tag hinaus.

Anmeldung bitte in der NAPP-Geschäftsstelle